Samstag, 19. Oktober 2013

Die FSSP in Rom (2)

Santissima Trinità dei Pellegrini, "Allerheiligste Dreifaltigkeit(skirche) der Pilger"  -  so heißt eine der ungezählten Barock-Kirchen Roms (vollendet 1723).


Sie im Gassenlabyrinth der Altstadt überhaupt erst ausfindig zu machen, irgendwo zwischen Tiber, Campo de' Fiori und Palazzo Farnese, das hat schon seinen eigenen Reiz.



Die eigentlich sehr schöne, konkav-geschwungene Fassade mit den vier Evangelisten wirkt etwas renovierungsbedürftig, passt sich aber eben dadurch der Umgebung ganz gut ein, wie denn überhaupt ein gewisser Grad der Verwahrlosung zum unverwechselbaren Charme römischer Altstadtviertel gehört.






Das "Aah"-Erlebnis stellt sich bei römischen Kirchen oft erst dann ein, wenn man sie betreten hat ...







(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!)





Ss. Trinità dei Pellegrini wurde im Jahr 2008 der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP)  als Pfarrkirche anvertraut  (Link).
Als Pfarrer zeichnet P. Joseph Kramer verantwortlich.




Die Messa Solenne, das sonntägliche Hochamt (in der Regel um 11 Uhr) war am vorvergangenen Sonntag recht gut besucht und füllte den Kirchenraum zu gut zwei Dritteln (das Foto entstand etwa eine halbe Stunde vor Beginn).





P. Kramer zelebrierte das Levitierte Hochamt, das von einem Vokal-Ensemble mit herrlichem mehrstimmigem Choralgesang begleitet wurde.


Eines wurde da vor allem deutlich: Es ist die "Außerordentliche Form des Römischen Ritus", die alle diese wunderbaren alten Kirchen zu genau der Bestimmung zurückführt, für die sie überhaupt erst geschaffen wurden: die würdige und ehrfürchtige Feier der Messliturgie nach den Maßgaben des Konzils von Trient  -   zur höheren Ehre Gottes.




 Das großartige Altarbild stammt von Guido Reni (1625).





Der Diakon verkündet das Evangelium.








Kleiner Schönheitsfehler:  Der Ministrant links dürfte seinem Chorhemdchen und sonstiger Gewandung längst entwachsen sein.






Wie der Name schon andeutet, war Ss. Trinità dei Pellegrini (Link) mit einem Hospiz für Rom-Pilger und Kranke verbunden   -  das kein Geringerer als der große römische Volksheilige Philipp Neri errichtet hat ...








... und das natürlich vor allem auf Einnahmequellen wie diese hier angewiesen war.

Solche marmornen Almosen-Einwurfkästen entdeckt man noch häufig an den Außenwänden von Kirchen und (ehemaligen) Klöstern in der Altstadt Roms.

Und noch vieles anderes mehr ...


Fortsetzung folgt!











Kommentare:

  1. wunderbare Bilder - wirklich ein AAHH - Effekt!

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  2. Da passt alles, das einzig wahre Messopfer in den dafür vorgesehenen Heiligen Kirchen.
    Sehr schöne Bilder

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    1. Danke für das Kompliment, cara Anni ;-)
      Ja - da sind wir uns einig! Und, wie gesagt, diese Kirche ist nur sozusagen römischer Durchschnitt, nur eine von unzähligen - nicht nur in Rom -, die entweder zum Museum verkommen oder vernachlässigt und vergessen sind.
      Eigentlich eine Katastrophe ...

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  3. Wunderschöne Fotos! Vielen Dank!
    Euch allen einen gesegneten Sonntag!

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    1. Einfach mal nach Rom fahren und in die Kirche gehen. :-)))) Gründonnerstag 2014 war sie bis auf den letzten Platz gefüllt. In den Gängen standen noch viele Leute herum. Auffallend viele junge Menschen nahmen an der Messe teil, auch viele junge Familien. Menschen aus vielen Nationen waren vertreten. Nicolaus

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    2. Vielen Dank für die Info !!

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  5. Man könnte annehmen, Du bist nebenberuflich auch Fotograph!

    Sehr gelungene Fotos - Danke!

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